Hinweis: Privates, unabhängiges Lernangebot. Keine offizielle Information der Bundeswehr, des Bundessprachenamts oder der NATO. Verbindlich sind die Angaben deiner Prüfungsstelle.
Kurz gesagt
Viele Fehler entstehen, weil wir deutsche Wörter und deutschen Satzbau eins zu eins ins Englische übertragen. Hier sind zehn typische Beispiele. Sie stammen aus den Hinweisen auf unseren Sprechkarten.
Die 10 Fehler
1. become ist nicht „bekommen“
NichtWe became the new software last month.
BesserWe got the new software last month.
Become heißt „werden“. Für „bekommen“ sagst du get oder receive.
2. since und for
NichtI work here since ten years.
BesserI have worked here for ten years.
For steht vor einem Zeitraum (ten years), since vor einem Startpunkt (since 2015). Dazu gehört das present perfect: I have worked here since 2015.
3. Kein will nach if
NichtIf I will pass the exam, I will apply.
BesserIf I pass the exam, I will apply.
Im if-Satz steht die Gegenwart. Das will kommt nur in den Hauptsatz.
4. suggest ohne to
NichtI suggest to offer flexible hours.
BesserI suggest offering flexible hours.
Nach suggest folgt die -ing-Form oder ein that-Satz: I suggest that we offer flexible hours.
5. make oder do
NichtI did a mistake in the report.
BesserI made a mistake in the report.
Es heißt make a mistake und make a decision. Mit do sagst du zum Beispiel do your best oder do your job.
6. I agree ohne am
NichtI am agree.
BesserI agree with you.
Agree ist ein Verb, kein Adjektiv. Davor steht kein am.
7. eventually ist nicht „eventuell“
NichtEventually the rule will change.
BesserPerhaps the rule will change.
Der erste Satz ist grammatisch richtig, bedeutet aber „Am Ende wird sich die Regel ändern“. Eventually heißt „schließlich“ oder „am Ende“. Für „eventuell“ sagst du possibly, perhaps oder maybe.
8. actual ist nicht „aktuell“
Nichtthe actual situation
Besserthe current situation
Wenn du „die aktuelle Lage“ meinst, sag the current situation. Actual heißt „tatsächlich“ oder „wirklich“.
9. „Personal“ heißt staff
NichtThe personal is leaving.
BesserStaff are leaving.
Das deutsche „Personal“ heißt staff oder personnel. Das englische personal ist ein Adjektiv und bedeutet „persönlich“ oder „privat“.
10. Jahreszahl und present perfect
NichtI have joined in 2019.
BesserI joined in 2019.
Mit einer abgeschlossenen Zeitangabe wie in 2019 oder last year steht das simple past.
Noch drei Wortpaare
- mustn’t heißt „darf nicht“. Das deutsche „muss nicht“ ist don’t have to: You don’t have to report small typos. You mustn’t hide safety problems.
- sensible heißt „vernünftig“, sensitive heißt „sensibel“: a sensible decision, a sensitive situation.
- economic hat mit der Wirtschaft zu tun, economical heißt „sparsam“: the economic situation, an economical solution.
So wirst du die Fehler los
- Such dir pro Woche zwei Fehler aus dieser Liste aus, die du selbst machst.
- Schreib den richtigen Satz auf und sag ihn jeden Tag dreimal laut.
- Nimm dich beim Üben mit den Karten auf und hör gezielt auf diese zwei Fehler.
Wie du das in einen Tagesplan einbaust, steht im Ratgeber Sprechprüfung vorbereiten.
Selbst üben: Die Sprechkarten sind kostenlos. Jede Karte hat eine Aufgabe, einen Timer, nützliche Wendungen und eine Musterantwort. Einmal am Tag kannst du deine gesprochene Antwort kostenlos von der KI bewerten lassen. Die Karten selbst sind auf Englisch.
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Weiterlesen
- SLP und STANAG 6001: Aufbau und AblaufWas das SLP ist, was die vier Ziffern bedeuten, welche Stufen es gibt und wie die Sprechprüfung grob abläuft.
- Stufe 2 oder Stufe 3: der Unterschied beim SprechenWas du auf Stufe 2 zeigen sollst und was auf Stufe 3 dazukommt. Mit Beispielsätzen und typischen Fehlern.
- Sprechprüfung vorbereiten: ein Plan für 4 WochenTäglich 15 bis 20 Minuten: laut sprechen, mit Timer üben, dich aufnehmen und Fehler gezielt abstellen.